Floating Boots


Floating Boots - Modell Trainer 2019

Hergestellt in: Spanien.

Der Floating Boot bevorzugt zwar grundsätzlich symmetrische Hufe mit geraden Wänden. Bedingt durch die Flexibilität der Schale und des Verschlusssystems toleriert er aber auch leichte Asymmetrie. Die beiden Gaiter- Enden werden mit Zug eingehängt. Diese Spannung fixiert den Hufschuhe dann auch bei leichter Asymmetrie am Huf. Also die absolut entgegengesetzte Anwendung als beim Renegade.

Dieses Hufschuhmoell funktioniert nur auf niedrigen Trachten korrekt, untergeschobene Trachten sind kein Problem.

Hufbreite (von-bis): 110-146 mm laut Hersteller.
Huflänge (von-bis): 110-147 mm laut Hersteller.

Ich schreibe hier bewusst „laut Hersteller“, da sich die Tabellen im Laufe der Jahre mehrfach geändert haben - ohne, dass sich die Maße der Schuhschalen selbst geändert haben. Dies hat des Öfteren zu Irritationen geführt. Bei Hufcheck haben wir die Tabelle gewählt, die der Realität am nächsten kommt.

Der Floating Boot bietet nicht viele Einstellmöglichkeiten, was aber aufgrund der Konstruktion auch nicht erforderlich ist. Der Kunststoff des Gaiters und der Schale sind jeweils so flexibel, dass das auch so prima funktioniert.

Entfernen der Floating Boot Gaiter:

Das Entfernen der Gaiter erfordert etwas Kraft und Technik, da sie im Grunde nur herausgerissen werden können. Danach wird die geklebte Stelle abgeschliffen und der neue Gaiter mit Spezialkleber (der Hersteller verwendet Loctite 406) wieder eingeklebt. Es empfiehlt sich, das Ganze mit einer Schraubzwinge für mindestens 20 Minuten zu fixieren.

Diese Hufschuhe sind einzeln erhältlich, es gibt keine linken und rechten Schuhe.

Die Floating Boots  können erwärmt und somit auch auf verbogene Hufwände angepasst werden. Außerdem können die Schalen hinten auf den Millimeter genau gekürzt und somit individuelle Cuttack-Varianten (siehe Renegade) erstellt werden. Das sollte allerdings jemandem vorbehalten sein, der konkret weiß was und wie es im konkreten Fall zu tun ist.

Diese Hufschuhe sind für alle Reitweisen geeignet und wurde auch auf Distanzritten erfolgreich eingesetzt. Natürlich sind die wenigsten Reiter Distanzreiter, aber wenn Pferd und Hufschuh einen 60 km Ritt gut überstehen, klappt das beim Freizeit- und Wanderreiten allemal!

Es braucht etwas Übung und Technik, aber nach dem vierten oder fünften Einsatz sitzt in aller Regel jeder Handgriff und für das entsprechende Laufverhalten des Pferdes nimmt man das gerne in Kauf.

Besonderheiten:

  • Es gibt eine schwarze Sport- und eine transparente Endurance-Sohle. Beide haben die gleiche Dicke, aber bei der Sportsohle ist das Profil etwas tiefer eingeschnitten.
  • Es gibt einzelne Größen ab Werk wahlweise mit verschiedenen Gaitergrößen. Da die Gaiter fest verklebt sind, ist ein Austausch zwar möglich, aber viel aufwändiger als bei anderen Hufschuhmodellen. Aus meiner Sicht verkompliziert diese Entscheidung, verschiedene Gaitergrößen bei der gleichen Schalengröße anzubieten, den Auswahlprozess. Nun muss neben der entsprechenden Schale auch noch der Gaiter berücksichtigt werden, was aus der Distanz gar nicht möglich ist. Auch legt sich nicht jeder Hufschuhverkäufer die Schuhe nun doppelt ins Auto.

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